Radikale Volksinitiative verbietet klinische Studien und gefährdet damit den Forschungsstandort und das Gesundheitssystem der Schweiz

Team  TVI Nein
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17 January 2022 Lesezeit: 2 Minuten
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Medikamente
Die Swiss Biotech Association warnt eindringlich vor den gravierenden Folgen der radikalen Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot», die am 13. Februar 2022 zur Abstimmung kommt. Neben dem Verbot von klinischen Studien in der Schweiz fordert die Initiative auch ein Importverbot neuer Medikamente, die mit Hilfe von klinischen Studien entwickelt werden. Die Annahme dieser Initiative hätte massive Auswirkungen auf die schweizerische Gesundheitsversorgung und bedroht direkt den Forschungsstandort Schweiz. Forschungsorientierte Unternehmen, ihre akademischen Forschungspartner in Universitäten und Universitätsspitäler müssten ihre Forschungsarbeiten einstellen oder wesentliche Teile ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten ins Ausland verlagern.

«Die Annahme der Initiative würde einen Grossteil der biomedizinischen Forschung und der Entwicklung neuer Medikamente in der Schweiz verunmöglichen. Gleichzeitig würde Patienten in der Schweiz der Zugang zu innovativen Medikamenten verwehrt und die umfassende medizinische Versorgung in der Schweiz verunmöglicht», sagt Michael Altorfer, CEO der Swiss Biotech Association, dem Branchenverband der schweizerischen Biotech Startups und KMUs, die innovative Medikamente und Therapiemethoden entwickeln.

Die Schweiz hat einen der weltweit führenden Forschungsstandorte aufgebaut und verfügt über ein hervorragendes Gesundheitssystem. Beide Errungenschaften werden durch diese radikale Initiative in Frage gestellt. Die Entwicklung neuer Medikamente ist in allen Ländern der Welt gesetzlich klar geregelt. Dabei werden Tierversuche und klinische Studien überall als zwingende Voraussetzung für die Zulassung neuer Medikamente vorgeschrieben. Diese Studien bilden deshalb eine wichtige Grundlage für die Entwicklung innovativer und lebensrettender Medikamente.

Die Umsetzung der Initiative würde bedeuten, dass in der Schweiz ansässige Unternehmen und akademische Forschungsgruppen keine Tierversuche und klinische Studien mehr in der Schweiz durchführen könnten. Gleichzeitig dürften auch keine neuen Medikamente, die nach den international geltenden Zulassungsbedingungen entwickelt werden, in die Schweiz importiert werden. Eine Annahme der Initiative würde sich daher nachteilig auf die Patienten in der Schweiz und auf alle innovativen Schweizer Unternehmen auswirken, die solche lebenswichtigen Medikamente entwickeln. Die Patienten in der Schweiz könnten nicht mehr von Neuentwicklungen profitieren und wären gezwungen, ins Ausland zu reisen, um Zugang zu neuen Medikamenten zu erhalten. Die innovativsten Schweizer Forschungsunternehmen müssten die Schweiz verlassen. Die Swiss Biotech Association spricht sich daher entschieden gegen diese radikale Initiative aus, da sie einen der erfolgreichsten Biotech-Cluster der Welt zerstören und das Gesundheitssystem und die Patienten in der Schweiz massiv beeinträchtigen würde.

Hier geht's zur vollständigen Medienmitteilung.