Bundesrat warnt vor schwerwiegenden Konsequenzen der Initiative

Oliver -  Kampagnenteam
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16 December 2021 Lesezeit: 2 Minuten
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Bundesrat

An seiner heutigen Medienkonferenz zur Tier- und Menschenversuchsverbots-Initiative fand Gesundheitsminister Alain Berset klare Worte: ┬źBei einem Ja w├╝rde die Schweiz vom medizinischen Fortschritt abgeschnitten ÔÇô und das betrifft Menschen und Tiere gleichermassen.┬╗ Der Bundesrat zeigte zwar Verst├Ąndnis daf├╝r, dass Tierversuche immer wieder kritisch hinterfragt werden. Er betonte aber auch, dass der Bund schon heute viel unternehme, um alternative Forschungsmethoden zu f├Ârdern. ┬źUnd die Schweiz verf├╝gt schon heute ├╝ber eines der strengsten Gesetze f├╝r Tierversuche┬╗, so Berset. Bewilligt w├╝rden solche Versuche nur dann, wenn die Forschungsergebnisse nicht auf anderen Wegen erzielt werden k├Ânnen und der gesellschaftliche Nutzen eine Belastung der Tiere rechtfertige. Auch die Versuche mit Menschen seien hierzulande sehr streng reglementiert.

┬źBei einem Ja w├╝rde die Schweiz vom medizinischen Fortschritt abgeschnitten ÔÇô und das betrifft Menschen und Tiere gleichermassen.┬╗

Ein kompletter Verzicht auf Tests mit neuen Wirkstoffen und Therapien sei extrem radikal, weshalb die Initiative auch im Parlament von niemandem unterst├╝tzt worden sei. Der Bundesrat verwies auch auf den Schaden f├╝r den Forschungsplatz: Die Entwicklung neuer medizinischer Produkte in der Schweiz w├╝rde durch die Initiative massiv eingeschr├Ąnkt und m├╝sste sich zwangsl├Ąufig ins Ausland verlagern, mit entsprechend negativen Folgen f├╝r den Wirtschaftsstandort. Weil der Initiativtext aber auch ein Importverbot enth├Ąlt, k├Ânnten sehr viele ausl├Ąndische Medikamente in der Schweiz gar nicht mehr eingesetzt werden ÔÇô selbst dann nicht, wenn ihre Wirkstoffe eindeutig verbessert werden, beispielsweise um Nebenwirkungen zu reduzieren. Kurzum: Der Bundesrat sieht in der Tier- und Menschenversuchsverbots-Initiative ausschliesslich Nachteile und lehnt diese ganz klar ab.

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