Konflikte mit internationalen Vereinbarungen

Mit ihrem umfassenden Importverbot für Produkte, für deren Entwicklung Versuche an Tieren oder Menschen vorgenommen wurden, verletzt die Initiative internationale Abkommen.
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Internationaler Vertragsbruch

Mit ihrem umfassenden Importverbot für Produkte, für deren Entwicklung Versuche an Tieren oder Menschen vorgenommen wurden, verletzt die Initiative internationale Abkommen. Der wichtigste Verstoss betrifft die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO): Sie verbieten die Diskriminierung eines Produkts allein wegen Produktionsmethoden, die sich gar nicht auf die physischen Eigenschaften dieses Produkts auswirken.

Der Bundesrat hat in seiner Botschaft zur Initiative aufgezeigt, dass diese Forderung der Initianten auch gegen die bilateralen Abkommen mit der EU und gegen verschiedene Freihandelsabkommen verstösst. Bei einer Annahme muss die Schweiz damit rechnen, dass andere Länder auf Vertragsverstösse reagieren, indem sie ihrerseits Schweizer Produkte mit Zulassungsverboten belegen. Der Schaden für die einheimische Exportindustrie wäre immens.